Einzigartiges Singapur

Einzigartiges Singapur – großer Reichtum und strenge Sitten auf kleinem Raum

Singpur ist ein südostasiatischer Stadtstaat, dessen Landfläche kaum die Größe Hamburgs erreicht und somit nach den Malediven als das kleinste Land Asiens gilt. Im Indischen Ozean zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden gelegen, besteht Singapur aus einer Haupt-, drei größeren und 56 kleinen Inseln. Die Stadt Singapur macht mit vier Millionen Einwohnern hinsichtlich der Bevölkerungszahl den größten Teil des Inselstaats aus – und ist zudem das Zentrum eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder dieser Welt, welches auch als die „Schweiz von Asien“ bezeichnet wird. Und in der Tat hat es Singapur geschafft, sich innerhalb weniger Jahrzehnte vom Schwellenland zu einem Staat zu entwickeln, dessen Volkswirtschaft heute von einer prosperierenden Industrie- und Dienstleistungs-Landschaft geprägt ist. Was nach einer funktionierenden Marktwirtschaft klingt, ist in Singapur eine, welche einerseits zu den am stärksten deregulierten und privatisiertesten der Welt zählt, andererseits aber auch sozialistische Aspekte berücksichtigt.

In Singapur sollte man unbedingt die Gesetze auch als Tourist beachten

So wird von der Regierung des Inselstaates zum Beispiel sehr darauf geachtet, dass die hier ansässigen zahlreichen ethnischen Gruppen – überwiegend Chinesen, Malaien und Inder – in Harmonie und Frieden miteinander leben. Aus diesem Grunde wurden für den sozialen Wohnungsbaus des Landes ethnische Gruppenquoten festgelegt, um eine Durchmischung der Bevölkerung zu bewirken. Dies deutet bereits das wesentliche Charakteristikum Singapurs an: Dieser Staat vereinigt eine nach den Lehren des Konfuzius ausgerichtete und staatlich-öffentlich kommunizierte Ethik mit einem hohen Überwachungsgrad und strengen Regeln.

Daraus erklärt sich möglicherweise auch die Tatsache, dass hier eine wohlhabende Gesellschaft entstanden ist, die sich einer der weltweit niedrigsten Kriminalitätsraten erfreut. Kritiker des Systems indessen beklagen die autoritäre Ausprägung Singapurs und die strengen Gesetze, welche zum Teil unangemessen hohe Strafen für nur geringe Vergehen vorsehen. Mit jenem Tatbestand lässt sich die Entstehung eines englischen Sprichwortes erklären, welches mit der Doppelbedeutung des Begriffes „fine“ (= „schön“, aber auch = „Geldstrafe“) spielt und lautet: „Singapore is a fine city“.

Bildquelle – istock – Singapore at Dusk – titlezpix

Siehe auch  Japans Sehenswürdigkeiten