Segovia – Romanisch, Historisch und Märchenhaft

Segovia liegt rund 1.000 Meter über dem Meeresspiegel und ist eine der höchstgelegen Städte Spaniens. Seit 1985 sind die Altstadt und das Aquädukt Träger des Weltkulturerbe-Titels, die Stadt erhebt sich auf einer Felszunge zwischen den Flüssen Eresma und Clamores.

Aquädukt von Segovia

Das wohl eindrucksvollste Bauwerk Segovias ist das Aquädukt, dass auf das Jahr 1. Jh.v.Chr. datiert wird. Dieses Ingenieurskunstwerk, von den Römern errichtet, brachte das Wasser von den Bergen, aus 15 Kilometer Entfernung, zu dem Mittelpunkt der Stadt und war sogar noch bis ins Jahr 1974 in Betrieb. Die imposanten 163 Bögen in 29 Metern Höhe, stützen sich auf riesigen Quadersteinen, die ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Im Volksmund wird die Brücke auch „Teufelsbrücke“ genannt. In einer Legende heißt es, dass der Teufel eine junge Frau aus Segovia so hübsch gefunden hat, dass er Ihr das Aquädukt im Tausch mit Ihrer Seele schenkte um Ihr den weiten Weg zu dem einzigen Brunnen der Stadt zu ersparen. Heute ist der Platz unterhalb des Aquäduktes ein Treffpunkt mit zahlreichen Einkaufmöglichkeiten, Restaurants und Cafés.

Plätze Segovias

Innerhalb der Stadtmauer gibt es viele mittelalterliche und Renaissancebauten zu finden. Während man die Straßen und Gassen erkundet erzählen viele dieser Gebäude und Straßennamen von Vergangenem. So gibt es zum Beispiel „die Straße von Leben und Tod“, die „Straße des schlechten Ratschlags“ oder der „Weg des Erbarmens“. In der Calle Juan Bravo, erhebt sich das Denkmal des Comuneros Juan Bravo, der sich den Truppen Kaiser Karls V. entgegenstellte und dabei sein Leben verlor. Der zweite große Platz in Segovia ist der Plaza Mayor. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Musikpavillon und ringsherum befinden sich das Theater Juan Bravo, die Kirche San Miguel, das Rathaus und die riesige Kathedrale. Die Kathedrale wurde in der Zeit von dem 16. bis zum 18. Jahrhundert im Stile der Gotik erbaut. Die Kathedrale weißt eine Kreuzung verschiedener gotischer Merkmale auf, da der Bau im Laufe der vielen Jahre mehrere Epochen der gotischen Bauart durchlaufen hat.

Burgen und Paläste Segovias

Der Alkazar ist ein weiteres imposantes Bauwerk Segovias. Dieser wurde im 12. und 13. Jahrhundert auf den Resten einer vorherigen Festung errichtet. Im Laufe seiner langen Geschichte war die Festung Schauplatz vieler Historischer Ereignisse. In seinen Mauern wurden Könige und Prinzen geboren und lebten dort. Es waren große Herrscher wie Heinrich IV, Juan II, Philip II und einige Weitere darunter. Der Alkazar konnte nie eingenommen werden, was das Bild der mächtigen Burg mit ihren zwölf Türmen und dem Burggraben wieder gibt. Von der Plattform des Hauptturmes aus hat man einen großartigen Blick über die Altstadt und die Umgebung Segovias. Nördlich des Alkazars und außerhalb der Stadtmauer liegt die Kirche Vera Cruz. Laut einer Widmung an der Kirche wurde sie am 13. April 1208 gegründet. Die Erbauer wurden bei dem Grundriss durch die Hl. –Grab-Basilika in Jerusalem inspiriert und es heißt, sie sei von den Tempelrittern errichtet worden. Etwa elf Kilometer von Segovia entfernt, liegt die ehemalige Sommerresidenz der Könige, der Palacio Real La Granja de San Ildefonso.

Siehe auch  Schöne Hotels in der Stadt Baden Baden