Great Barrier Reef in Australien


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Ein Paradies für Taucher

Das Great Barrier Reef verläuft parallel zur Ostküste Australiens am Rand des Kontinentalsockels. Es bildet keinen zusammenhängenden Organismus, die größte lebende Kolonie von Tieren, die auch aus dem All zu sehen ist – wie immer wieder behauptet wird – sondern es handelt sich um eine Kette von vielen Einzelriffen und fast 1000 Inseln. Diese Korallenbänke haben sich über viele Millionen Jahren gebildet. Das Great Barrier Reef ist eine der artenreichsten Meereszonen der Tropen. 1981 wurde es in die die Liste der World Heritage Parks der UNESCO aufgenommen.

Das Naturpardies wurde von der UNESCO zum Weltnaturerb anerkannt ist

Aber das Great Barrier Reef ist gefährdet – durch Überfischung, den überbordenden Tourismus mit Tauchsafaris, Segeltörns und Sightseeing-Gruppen, den Abwassereintrag und die Überdüngung aus den küstennahen Städten und der Landwirtschaft. Daher gibt es seit Jahren Pläne, das Great Barrier Reef zum Meeresschutzgebiet zu erklären. Es gibt bereits sogenannte grüne Zonen, in denen jede kommerzielle Nutzung, Fischerei und alle Tourismus- und Freizeitaktivitäten strikt untersagt sind, aber die reichen nicht aus. Daher sollen diese grünen Zonen per Gesetz ausgedehnt werden. Damit würde das größte zusammenhängende Meeresschutzgebiet der Welt entstehen. Diese Pläne werden von WWF und anderen Umweltschutzorganisationen unterstützt, stoßen aber andernorts auf massiven Widerstand. Man argumentiert, dass um das Riff wirklich auf Dauer zu retten, auch das Einzugsgebiet saniert werden müsste, also der Eintrag von Abwasser und Düngemitteln aus dem Hinterland stark reduziert werden müsste. Man fürchtet außerdem Einbußen für Fischereiindustrie und Tourismus. Schließlich ist das Gerat Barrier Reef eine der Hauptattraktionen Australiens. Aber gerade deswegen wäre die Unterschutzstellung so wichtig, um langfristig die natürlichen Ressourcen ins nächste Jahrhundert zu retten.